Das Glück der persönlichen Marke

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Das Glück der persönlichen Marke
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Personal Branding – ein neuer Hype?

In letzter Zeit begegnen mir auffallend viele Artikel über Personal Branding. Das kommt sicherlich daher, dass mein Fokus sich dahin gehend verstärkt hat und meine Wahrnehmung deshalb gewissermaßen selektiv ist. Aber tatsächlich steigt auch laut Google das Suchvolumen nach Personal Branding stetig an und hat z.B. im Vergleich zu „Selbstmarketing“ das zig-fache Suchaufkommen.

Nun kann man jedoch nicht behaupten, dass das Thema an sich neu wäre. Ich habe ein Buch von Sabine Asgodom im Bücherregal aus dem Jahr 1996 – da gab es Google noch nicht mal – und damals nannte man es „Selbst-PR“. Ich habe damals schon ein Seminar zu diesem Thema besucht und in meinem Buch habe ich viele „Arbeitsnotizen“ aus dieser Zeit entdeckt. Spannend. 😉

Alter Wein in neuen Schläuchen?

Ich würde eher sagen: Dauerbrenner und eigentlich nie aus der Mode gekommen. Und wie beschrieben: Ich selbst fand das Thema vor 20 Jahren schon relevant, in gewissen Umfeldern und für bestimmte Zielsetzungen sehr wichtig. In unserer heutigen Zeit würde ich das Thema Personal Branding oder Selbstmarketing sogar als erfolgskritisch bezeichnen – und zwar für jeden.

Warum das so ist, können Sie in diesem Blogbeitrag lesen: Warum Sie Ihre Zielgruppe faszinieren sollten.

Marke werden – wie geht das?

Zu einer „Marke“ zu werden erfordert, dass man sich mit sich selbst auseinander setzt und dass man sich ein Stück weit diszipliniert. Das erscheint auf den ersten Blick ziemlich mühsam, oder? Hört sich nach verbiegen, in ein Schema einpassen, trainieren, sich enthalten und vielleicht sogar Langeweile an. Aber das ist die genau falsche Vorstellung. Drehen Sie diese Begriffe ins Gegenteil um, dann kommen Sie der Wahrheit ziemlich nahe.

Verbiegen Sie sich NICHT, passen Sie in KEIN Schema und trainieren oder sich enthalten brauchen Sie auch nicht. Disziplin meint hier, diszipliniert man selbst zu sein, diszipliniert genug, nicht anderen nachzueifern, sich nicht zu vergleichen, nicht auf den eigenen Schwächen herum zu reiten, nicht etwas sein zu wollen, was man nicht ist, nicht, auf Teufel komm raus „als Maiglöckchen in der Wüste“ überleben zu wollen.

Und letzten Endes diszipliniert genug, um das was man ist, auch konsequent zu zeigen.

Es geht einfach darum, noch mehr zu dem zu werden, der Sie bereits sind. Und das hört sich doch gar nicht so schwer an, oder?

3 Schritte-Plan zur Personal Brand

  1. Finden Sie heraus, was Sie gut können und gerne machen. Zusätzlich brauchen Sie den Blick von außen, um das richtige „Marketing“ für sich machen zu können. Schauen Sie durch die Brille derer, die Sie beeindrucken wollen. Welchen besonderen „Mehrwert“ bedeuten Sie für andere? Was machen Sie auf positive Art anders als andere?
  2. Auf dieser Grundlage arbeiten Sie Ihre für Ihre Adressaten sichtbaren und wichtigen Vorzüge heraus und formulieren diese knackig und in wenigen Worten, so dass Sie sie bei verschiedenen Gelegenheiten parat haben.
  3. Und mit diesen Voraussetzungen überlegen Sie, wann, wo und wie genau Sie eben diese Vorzüge kommunizieren und wie Sie auftreten, damit Sie so wirken, wie Sie tatsächlich „die perfekte Wahl“ für andere sind.

 

Kleider machen Leute

Und Marken machen Persönlichkeiten. Dabei gibt es bei Personen-Marken sehr viele Parallelen zu Produkt-Marken. Aber meiner Meinung nach auch mindestens einen sehr wesentlichen Unterschied:

PRODUKT-MARKEN kann man „machen“. Künstlich herstellen. Man spricht auch von Inszenierung.

Bei UNTERNEHMEN ist das schon schwieriger. Denn wesentlich für die Glaubwürdigkeit einer Marke ist, dass das Unternehmen auch tatsächlich gemäß seiner kommunizierten Werte handelt. Und das bedeutet, dass sich auch die Mitarbeiter entsprechend verhalten.

Für wirklich problematisch halte ich aber MENSCHEN, die versuchen, etwas darzustellen, was sie nicht sind. Und sich dabei verbiegen und sehr viel Energie vergeuden, um die Erwartungen zu erfüllen, die sie wecken, die aber eigentlich gar nicht ihr Ding sind. Wenn Sie nicht authentisch sind, dann schaffen Sie auch kein Vertrauen. Und wenn Sie sich dauerhaft verbiegen, dann führt das mit hoher Wahrscheinlichkeit noch zu ganz anderen, persönlichen Problemen.

Sie glauben nicht, dass Sie das Zeug zur Marke haben?

Sie verstehen nichts von Marken und Sie sind kein Verkäufer? Sie wollen sich nicht mit einem Produkt vergleichen? Und schon gar nicht wollen Sie sich wie ein solches “anpreisen”? Sie wissen nicht, was an Ihnen anders und „besonderer“ ist? Bei Ihnen funktioniert Marke nicht und für Ihre Situation passt es sowieso nicht?

Und ob! Kein neuer Hype, sondern wichtiger denn je!

Aber noch mehr als das. Wenn Sie nämlich verstehen, wie Sie sich AUTHENTISCH darstellen, dann hat das eine viel größere, weitreichendere Wirkung, nicht nur auf andere sondern in letzter Konsequenz v.a. auf Sie selbst – auf Ihr Selbstbewusstsein und Ihr Wohlbefinden. Sie werden zu Ihrem besten Selbst, damit zu einem Magneten für das, was zu Ihnen passt und letztlich für Ihr eigenes Glück.

Wie man magnetisch anziehend und faszinierend zu seinem besten Selbst wird, erfahren Sie hier.