Wie Sie sich sympathisch vermarkten – ganz entspannt und ohne sich zu verbiegen

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Entspannte Selbstvermarktung
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Machen Sie andere auf sich aufmerksam

Kennen Sie diese Situationen:

Da wird ein neues Projekt gestartet, für das man perfekt geeignet wäre, aber man kommt trotzdem nicht zum Zug?

Sie denken sich manchmal, dass das was andere zu einer Diskussion beitragen nur die Wiederholung dessen ist, was Sie schon viel früher gesagt haben?

Sie ärgern sich häufiger, dass Ihre stichhaltige Argumentation kein Gehör findet, wohingegen ein simpler Gedanke eines anderen als die Erkenntnis schlechthin gefeiert wird?

Finden Sie manchmal, dass – bei aller Bescheidenheit – Sie einen Job wesentlich besser machen als ein anderer und trotzdem steht jener im Rampenlicht, Sie jedoch nicht?

Würden Sie sich und Ihre Stärken gerne sichtbarer machen?

  • Sie setzen sich ambitionierte Ziele.
  • Sie arbeiten täglich hart und viele Stunden daran, diese zu erreichen.
  • Sie geben sich nicht mit 100% zufrieden, weil Sie den Anspruch haben, mehr als perfekte Leistung abzuliefern.
  • Sie haben ein gutes Verhältnis zu Ihren Vorgesetzten, Ihren Kollegen oder Ihren Kunden.
  • Ihre Vorgesetzten, Kollegen oder Kunden sind mit Ihrer Leistung sehr zufrieden.

 
Und trotzdem schnappt Ihnen wieder mal ein anderer die Wurst vom Brot! Obwohl Ihre Leistung doch bekannt ist, ja mehr als das: Geschätzt wird!

Sind Sie da wirklich sicher?

Sind Sie im entscheidenden Moment im Kopf Ihrer Zielpersonen präsent? Weil Sie für bestimmte Stärken bekannt sind? Oder gehören Sie zu der Sorte Menschen, die wie ich, gelernt hat, nicht so viel Aufhebens um sich zu machen? Zu denen, für die 150% Leistung selbstverständlich sind und die darauf vertrauen, dass das ganz von selbst ausreichend Sichtbarkeit nach sich zieht?

Dass dem leider nicht so ist, ist nicht neu. Das bloße Wissen um diese Tatsache hilft allerdings noch nicht weiter. Es in die Tat umzusetzen fühlt sich manchmal an wie eine Verkrampfung gegen Ihre Natur? So als würden Sie versuchen, ein Quadrat durch eine dreieckige Öffnung zu stecken?

Eigenvermarktung ist Eigenlob und Eigenlob stinkt?

  • Sie finden es unangenehm, für sich selbst „Werbung zu machen“ und halten das für Angeberei.
  • Sie mögen es nicht, eine großartige „Verpackung“ um sich herum zu bauen und sich in Szene zu setzen, weil Sie der Meinung sind, dass Leistung zählt und sich am Ende durchsetzt.
  • Sie stehen einfach nicht gerne im Rampenlicht.
  • Sie finden das was Sie tun zwar gut, aber nicht außergewöhnlich und sind der Meinung, dass es Bessere gibt.
  • Sie meinen, dass Sie NOCH nicht gut genug sind und erst noch diese Ausbildung, noch ein nachweisbares Ergebnis oder jene Referenzen brauchen, um glaubwürdig zu sein.
  • Sie sind selbständig und machen Marketing für Ihr Unternehmen oder Ihre Produkte und finden, dass das ausreicht.
  • Sie kennen sich mit Marketing nicht aus oder Marketing ist Ihnen einfach zu teuer.

 
Oder welches Argument haben Sie, was gegen eine Eigenvermarktung spricht? Sicher gibt es noch viele weitere…

Obwohl ich seit 25 Jahren im Marketing tätig bin, kann ich diese Gründe alle nachvollziehen. Zum Teil auch aus eigener Erfahrung. Wenn es um die Selbstdarstellung geht, hat Marketing eine ganz andere Qualität und fühlt sich für viele nicht angenehm an. Klar, es geht ja auch nicht um irgendeine objektive Sache.

Entspannen Sie sich

Es gibt einen ganz simplen Weg, um dieser unangenehmen Gefühle Herr zu werden. Wechseln Sie die Perspektive, dann können Sie auch Ihre Einstellung leichter ändern.

Versetzen Sie sich in die Lage Ihres Gegenübers, Ihres Vorgesetzten oder Ihres Kunden zum Beispiel. Sie sind nur ein einziger Aspekt in der Welt Ihres Gegenübers. Es wird nur einen kleinen Teil seiner Gedanken und seiner Zeit auf Sie oder Ihr Angebot verwenden können. Deshalb sucht der andere nach Abkürzungen, mit denen er Vertrauen zu Ihnen gewinnen kann.

Und deshalb ist Ihr Kunde genau wie Ihr Vorgesetzter oder Ihr Kollege darauf angewiesen, dass Sie ihm helfen, schnell den Wert zu erkennen, den genau Sie für ihn bedeuten können. Sie tun es also nicht um Ihretwillen sondern für Ihr Gegenüber, für Ihre Zielperson.

Sie helfen anderen, indem Sie das tun. Machen Sie sich das klar und Sie haben den Boden bereitet, auf dem Ihr Selbstmarketing leicht gedeiht – die richtige Einstellung.

4 Schritte zur entspannten Selbstvermarktung

  1. Mehrwert kennen

Unabdingbare Voraussetzung ist, dass Sie Ihren Mehrwert selbst kennen. Oft ist es richtig schwierig, seine eigenen Stärken zu erkennen. Denn das was man gut kann, fällt einem so leicht, dass man meint, das könne jeder. Deshalb ist es auch hier wichtig, die Außenperspektive einzunehmen. Das Archetypen-Assessment ist eine Möglichkeit herauszufinden, wie andere Sie sehen und was Sie für andere bedeuten können.

  1. Verantwortung übernehmen

Übernehmen Sie die Verantwortung für die Darstellung Ihres Mehrwerts. Sie haben eine Verantwortung sich selbst und Ihren Zielpersonen gegenüber, Ihren Mehrwert sichtbar zu machen.

  1. Mehrwert darstellen

Die Leute, für die Sie wichtig sein könnten, wollen Sie finden. Machen Sie es Ihnen leicht, schnell zu erfassen, mit wem sie es zu tun haben. Sie werden sich sonst anderen Optionen zuwenden und Sie dabei verpassen.

  1. Sich nicht verbiegen

Sie sind genau so, wie Sie von Natur aus sind für bestimmte Menschen SEHR besonders und für bestimmte Situationen genau die oder der Richtige. Und deshalb das Allerbeste an der Sache: Sie dürfen Sie selbst sein. Das müssen Sie sogar. Dies ist das Fundament für Ihr Selbstmarketing. Weder als Angestellter noch als Selbständiger machen Sie den Unterschied durch das, WAS Sie tun. Das Besondere liegt im WIE. Ihre Persönlichkeit ist das, was Sie anders macht und was zählt.

Die Claim-Methode ist ein einfaches Instrument, um Ihre besonderen Vorzüge auf den Punkt zu bringen und dabei authentisch zu bleiben. Verändern Sie sich nicht, sondern zeigen Sie genau das, was Sie bereits sind. Mehr zur einfachen Selbstvermarktung finden Sie hier.